1. Navigation
  2. Inhalt
  3. Herausgeber
Portal-Illustration: Arbeitsschutz (Fotolia.com: #24520637 © Ruslan Olinchuk)
Inhalt

Willkommen bei der Arbeitsschutzverwaltung des Freistaates Sachsen

Die Überwachung des Arbeitsschutzes nach den entsprechenden Gesetzen und Verordnungen und die Beratung der Arbeitgeber bei der Erfüllung ihrer Pflichten ist Aufgabe der staatlichen Arbeitsschutzbehörden. Vorrangiges Ziel ist es, Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten bei der Arbeit durch Maßnahmen des Arbeitsschutzes zu sichern und zu verbessern. Denn: Sichere und gesunde Arbeit ist gute Arbeit!

Nachrichten

Einladung zum Online-Fachtag "Psychische Arbeitsbelastungen erkannt und beurteilt – wie geht’s weiter?" am 11. Oktober 2021

Sie haben sich bereits mit der Gefährdungsbeurteilung psychischer Arbeitsbelastung beschäftigt. Sie haben erkannt, wo es im Betrieb hakt. Aber wie geht es nun weiter? Wie gelingt es geeignete Maßnahmen abzuleiten und umzusetzen? Darum soll es in diesem Fachtag gehen. Der Fokus liegt auf Praxisorientierung.

Am 11. Oktober 2021, von 9:00 - 15:30 Uhr wird in Sachsen der 5. Fachtag zum Thema "Psychische Arbeitsbelastungen erkannt und beurteilt – wie geht’s weiter? durchgeführt. Dies ist ein Kooperationsveranstaltung des Sächsichen Staatsministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin,der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege, der Verwaltungs-Berufsgenossenschaft und der Unfallkasse Sachsen.

Eingeladen sind Unternehmerinnen und Unternehmer, Verantwortliche für Arbeitsschutz, Betriebliches Eingliederungsmanagement, Betriebliches Gesundheitsmanagement, betriebliche Interessenvertreterinnen und -vertreter, Sicherheitsfachkräfte, Betriebsärztinnen und -ärzte, Aufsichtspersonal, Beraterinnen und Berater der Krankenkassen, Rentenversicherungen, Integrationsfachdienste und Agenturen für Arbeit, Vertreterinnen und Vertreter der Kammern und Branchenverbände.
 
Die Teilnahme ist kostenfrei.

Das gesamte Programm, weitere Informationen sowie die Online-Anmeldung zur kostenlosen Veranstaltung finden Sie hier.

Einladung zum 3. Fachtag "Gesundheit im Betrieb" am 14. Oktober 2021 - eine Online-Veranstaltung

Diese Veranstaltung ist ein Angebot zur Umsetzung des Präventionsgesetzes in Sachsen unter dem Dach der Landesrahmenvereinbarung (LRV) / BGF-Koordinierungsstelle Sachsen. Der 3. Fachtag der AG Betrieb findet am 14. Oktober von 9:00 - 12:00 Uhr als Onlineveranstaltung statt. Präsentiert wird die Broschüre "Gesundheit im Betrieb" - eine Handreichung zur Unterstützung der Arbeit.

Eingeladen sind Berater*innen, Aufsichtspersonal und Führungskräfte von Kranken-, Unfall- und Rentenversicherungen, Sächsischem Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Integrationsamt, Bundesagentur für Arbeit, Industrie- und Handelskammern u. a. sowie Fachkräfte für Arbeitssicherheit und Betriebs- und Werksärzte.

Den Einladungs-Flyer finden Sie hier.

 

Corona (SARS-CoV-2) - Maßnahmen des Arbeitsschutzes

Detaillierte Informationen zu Arbeitsschutzmaßnahmen im Bezug zur Corona (SARS-CoV-2)-Pandemie finden sie hier.

SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung (Corona-ArbSchV) neu gefasst

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland ist erfreulicherweise rückläufig. Dennoch ist nach Einschätzung des Robert Koch-Institutes die gesundheitliche Gefährdung der Bevölkerung weiterhin als hoch zu bewerten. Begründet wird dies mit einigen besonders schnell ansteckenden Virusmutationen und der noch nicht ausreichend hohen Impfquote. Zudem fehlen noch wirksame Behandlungsmöglichkeiten im Falle einer COVID-19-Erkrankung. Deshalb sind für den Schutz der Beschäftigten an ihren Arbeitsplätzen ebenfalls präventive Maßnahmen erforderlich.

Die vom Bundeskabinett am 21. Januar 2021 erlassene Corona-ArbSchV wurde der positiven Entwicklung eines bundesweit rückläufigen Infektionsgeschehens angepasst. In der am 1. Juli 2021 in Kraft getretenen und bis 10. September 2021 geltenden Verordnung verbleiben nur noch grundlegende Vorgaben.

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Corona-Themenseite.

 

Paradigmenwechsel zu nachhaltigem Lüften - Bund fördert RLT-Anlagen

Fördermittel des Bundes können zur Reduzierung von Infektionsrisiken und zur Einhaltung der Arbeitsstättenverordnung beitragen

Das Thema Lüften bleibt auch bei den jetzt erfreulicherweise sinkenden Inzidenzzahlen für einen wirksamen Infektionsschutz von entscheidender Bedeutung. Dementsprechend soll die nach Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) und ASR A3.6 geforderte CO2-Konzentration von mindestens 1000 ppm (gesundheitlich zuträgliche Atemluft) in Zeiten der Pandemie möglichst unterschritten werden.

In der Praxis werden deshalb zunehmend Luftreiniger favorisiert. Vermeintlich bringen sie die Lösung, um ungenügende Lüftungsmöglichkeiten auszugleichen. Es hat sich auch die Meinung verbreitet, dass durch Luftreiniger sogar ein Schutz vor möglicher Tröpfcheninfektion mit SARS-CoV-2 im Nahbereich, also unter 1,5 m Abstand, möglich sei. Man geht teilweise davon aus, dass damit auf medizinische Gesichtsschutz-/Atemschutzmasken verzichtet werden kann. Aus diesem Grund soll mit dem Faktenblatt "Mobile Luftreiniger - Kein Ersatz für regelmäßige Lüftung, Abstand, Hygiene und Masken" der sächsischen Arbeitsschutzverwaltung über die Vor- und Nachteile der Luftreiniger und Lüftungsmöglichkeiten aufgeklärt werden.

Gleichzeitig wurden vom Bund neue Fördermöglichkeiten geschaffen. Diese sind am 11.06.2021  mit der „Richtlinie für die Bundesförderung Corona-gerechte stationäre raumlufttechnische Anlagen“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie in Kraft getreten. Die Richtlinie endet spätestens mit Ablauf des 31. Dezembers 2021, bei vorzeitiger Ausschöpfung der verfügbaren Bundehaushaltsmittel ist eine frühere Beendigung der Laufzeit möglich.

Insbesondere wurden folgenden Anpassungen gegenüber der vorherigen Richtlinie vom April 2021 vorgenommen:

  • Neueinbau von RLT-Anlagen für Einrichtungen für Kinder unter 12 Jahre (Kindertageseinrichtungen, Horte, Kindertagespflegestellen und staatlich anerkannte allgemeinbildende Schulen in öffentlicher oder freier Trägerschaft).
  • Für die Um- und Aufrüstung von RLT-Anlage sind im Zuge der Erweiterung zusätzlich Einrichtungen der Rehabilitation, Frühförderstellen sowie Leistungserbringer der Eingliederungshilfe und Asylantenunterkünfte sowie besondere Wohnformen und Einrichtungen der Kinder und Jugendhilfe ergänzt worden.

Die Nutzung dieser Fördermöglichkeiten kann nicht nur zur Begrenzung von SARS-CoV-2-Infektionen, sondern auch zur Gewährleistung von gesundheitlich zuträglicher Atemluft gemäß ArbStättV beitragen (vgl. Faktenblatt).

Neues Faktenblatt "Mobile Luftreiniger - kein Ersatz für regelmäßige Lüftung, Abstand, Hygiene und Masken"

Das Thema Lüften ist für einen wirksamen Infektionsschutz von entscheidender Bedeutung. Zunehmend werden in der Praxis Luftreiniger favorisiert. Vermeintlich wird angenommen, dadurch einen Ausgleich für nicht ausreichende Lüftung schaffen zu können. Luftreiniger können jedoch  nur in ausgewählten Anwendungsfällen eine sinnvolle Ergänzung sein

Dieses neue Faktenblatt soll über die Vor- und Nachteile von Luftreinigern und Lüftungsmöglichkeiten aufklären.

Epidemiespezifische Arbeitsschutzmaßnahmen gelten auch für Geimpfte

Im Bereich des betrieblichen Arbeitsschutzes gelten auch für geimpfte Beschäftigte die auf der Grundlage der Gefährdungsbeurteilung festgelegten epidemiespezifischen Arbeitsschutzmaßnahmen. Der Ausschuss für Arbeitsmedizin (AfAMed) hat zur Klarstellung zum Arbeitsschutz von Beschäftigten, die bereits gegenüber SARS-CoV-2 geimpft sind, eine  entsprechende Stellungnahme veröffentlicht.

COVID-19 als Arbeitsunfall oder Berufskrankheit?

Eine COVID-19-Erkrankung kann in bestimmten Fällen als Berufskrankheit oder Arbeitsunfall anerkannt werden. Zuständig für eine Anerkennung als Versicherungsfall sind die jeweiligen Unfallversicherungsträger (UVT). Die Arbeitsschutzbehörden haben hier keine rechtliche Zuständigkeit.

COVID 19 fällt unter Nr. 3101 (Infektionskrankheiten) der Liste der Berufskrankheiten in Anlage 1 der Berufskrankheiten-Verordnung. Rechtsgrundlage ist das Siebte Buch – Sozialgesetzbuch (SGB VII), welches die  gesetzliche Unfallversicherung regelt.

Nähere Informationen finden Sie:

  • hier (Information der DGUV mit Merkblatt für Beschäftigte im Gesundheitswesen) sowie
  • hier (Information des BMAS).

Eine Anerkennung als Berufskrankheit durch die UVT kann erfolgen, wenn die Ansteckung mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 innerhalb einer Tätigkeit im Gesundheitsdienst, in der Wohlfahrtspflege oder in einem Laboratorium bzw. bei Tätigkeiten mit ähnlich erhöhtem Infektionsrisiko erfolgte (siehe Anlage 1 Nr. 3101 Berufskrankheiten-Verordnung).

Eine Anerkennung als Arbeitsunfall durch die UVT kann in Betracht kommen, wenn die Ansteckung bei einer versicherten Tätigkeit erfolgte, die Voraussetzungen für die Anerkennung als Berufskrankheit aber nicht erfüllt sind.

Bei Verdacht auf COVID-19 als Arbeitsunfall oder Berufskrankheit wenden Sie sich bitte an Ihren Arbeitgeber bzw. Ihren zuständigen Unfallversicherungsträger (Berufsgenossenschaft). Auf der Homepage der DGUV finden Sie eine Übersicht der UVT.

Europäischer Wettbewerb "Gesunde Arbeitsplätze" gestartet

Dortmund - Bis zum 15. Oktober 2021 können noch gute praktische Lösungen zur Prävention von Muskel-Skelett-Erkrankungen am europäischen Wettbewerb im Rahmen der Kampagne "Gesunde Arbeitsplätze - Entlasten Dich!" eingereicht werden. Dies teilt der deutsche Focal Point der europäischen Arbeitsschutzagentur (EU-OSHA) bei der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) mit.

Beim Wettbewerb für gute praktische Lösungen im Bereich Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit 2020-2022 werden herausragende Beispiele aus Unternehmen oder Organisationen gesucht, die Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems am Arbeitsplatz vorbeugen und bekämpfen. Der "Good Practice Award" gehört zur europäische Kampagne "Gesunde Arbeitsplätze - Entlasten Dich". Dabei sucht die EU-OSHA nach Beispielen für ganzheitliche Konzepte, bei denen die Sozialpartner gemeinsam nach nachhaltigen Lösungen suchen. Die Beispiele sollten sich auch auf andere Betriebe oder Organisationen übertragen lassen.

Weitere Informationen zur Europäischen Kampagne und zum europäischen Wettbewerb, wie Auslobung, Teilnahmebedingungen und Bewerbungsunterlagen, gibt es im Internetangebot des deutschen Focal Points unter www.osha.de. Einreichungsschluss ist der 15. Oktober 2021.

„Design macht Arbeitsschutz attraktiv“ – Sächsischer Staatspreis für Design verliehen

Am 5. Juli hat Wirtschaftsminister Martin Dulig den Sächsischen Staatspreis für Design verliehen. Das Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr zeichnete bereits zum 17. Mal die besten Designleistungen in den Kategorien PRODUKTDESIGN, KOMMUNIKATIONSDESIGN und DESIGN IM HANDWERK sowie junges innovatives NACHWUCHSDESIGN aus und verlieh den Sonderpreis erstmalig bundesweit in der Kategorie »DESIGN macht ARBEITSSCHUTZ ATTRAKTIV«. In dieser Kategorie gingen das Brandschutztraining „Flamecoach“ und das Exoskelett „Paexo Back“ als Preisträger hervor. Die preisgekrönten Projekte und ihre Entwickler werden auf der Homepage des Staatspreises in kurzen Videos näher vorgestellt.

Noch bis zum 8. August präsentiert das Wasser- und Bergpalais von Schloss Pillnitz alle prämierten Lösungen, bevor die Leistungsschau vom 13. bis 22. August 2021 im Kunstquartier Bethanien Berlin gezeigt wird. Die nächste Station wird vom 1. September bis 3. Oktober 2021 das Industriemuseum Chemnitz sein. Alle nominierten Designs sind auch in einer virtuellen Leistungsschau zu sehen. Die Lösungen zum Arbeitsschutz werden zudem vom 26. bis 29. Oktober 2021 auf der A+A-Messe in Düsseldorf präsentiert.

 

Übergangsfristen bei Aufzugsanlagen sind Ende 2020 ausgelaufen

Nach einer gemeinsamen Pressemitteilung des Sächsischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr und der Landesdirektion Sachsen muss bereits seit 1. Januar 2021 bei allen Aufzugsanlagen sichergestellt sein, dass im Notfall ein Notdienst erreicht werden kann. Dies gilt bundesweit.

Ende Dezember 2020 ist gemäß Betriebssicherheitsverordnung die Übergangsfrist für die dementsprechende Nachrüstung von Aufzugsanlagen ausgelaufen. Spätestens seit 31. Dezember 2020 müssen daher alle Aufzugsanlagen im Sinne der Richtlinie 2014/33/EU im Fahrkorb über ein wirksames Zweiwege-Kommunikationssystem verfügen, mit dem ein Notdienst ständig erreicht werden kann. Verstöße gegen diese Anforderung können mit einer Geldbuße bis zu 100.000 Euro geahndet werden.

Das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr (SMWA) und die Landesdirektion Sachsen (LDS) informierten weiter, dass dem entsprechenden Notdienst ein Notfallplan zur Verfügung gestellt werden muss, damit dieser auf Notrufe unverzüglich reagieren und Hilfemaßnahmen einleiten kann.

Bei Aufzügen, die Maschinen im Sinne des Anhangs IV Ziffer 17 der Richtlinie 2006/42/EG sind (z. B. Baustellenaufzüge, Fassadenbefahranlagen, Plattformaufzüge, Treppenlifts) und in die eine Person eingeschlossen werden kann, ist dafür zu sorgen, dass die eingeschlossene Person Hilfe herbeirufen kann. Bei diesen Aufzugsanlagen gelten die Anforderungen bezüglich Notfallplan und Notbefreiungsanleitung entsprechend. Sofern kein Notdienst vorhanden sein muss, ist der Notfallplan in der Nähe der Aufzugsanlage anzubringen.

Den vollständigen Wortlaut der Pressemitteilung finden Sie hier.

Marginalspalte

OSHA - Europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz

OSHA-Logo

Uli Umsicht - Arbeitsschutz-Botschafter

Playmobilfigur Uli Umsicht - Arbeitsschutz-Botschafter

Haben Sie Fragen? Schreiben Sie eine E-Mail:

Verstöße gegen Arbeitsschutzvorschriften

Vorgehensweise zur Anzeige von Arbeitsschutzverstößen

Arbeits- und Wegeunfälle

Meldung von Arbeits- und Wegeunfällen

Datenbank KomNet: Fragen stellen – Antworten finden

Wissensdatenbank KomNet

© Institution