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Arbeitsschutzorganisation

Arbeitsschutz ist Chefsache

Störungsfreie betriebliche Abläufe bedingen eine gute Organisation der Arbeit. Notwendiger Bestandteil der Arbeitsorganisation ist ein in die Betriebsabläufe systematisch integrierter Arbeitsschutz. Auf dieser Grundlage können Arbeitsunfälle vermieden und Gefährdungsrisiken am Arbeitsplatz minimiert werden. Das sind wesentliche Ausgangsbedingungen für eine gesunde und motivierte Belegschaft sowie den wirtschafltichen Erfolg des Unternehmens.

Die Träger der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie (GDA) verständigen sich auf gemeinsame Arbeitsschutzziele. Bund, Länder und Unfallversicherungsträger gestalten anhand dieser Ziele und in enger Abstimmung mit den Sozialpartnern die Präventionsarbeit im deutschen Arbeitsschutz. Arbeitsschutzziele werden für einen Zeitraum von drei bis fünf Jahren festgelegt. Alle GDA-Träger und weitere Akteure führen in diesem Rahmen abgestimmte Aktionen und Maßnahmen zur Zielerreichung durch. Sie konzentrieren sich dabei auf Schwerpunkt-Themen und führen in festgelegten Handlungsfeldern konkret formulierte Arbeitsprogramme durch. U. a. arbeiteten die Träger der GDA im Zeitraum 2013 - 2018 gemeinsam an der Verwirklichung des Arbeitsschutzzieles "Verbesserung der Organisation des betrieblichen Arbeitsschutzes".

Arbeitsprogramm Orga: Arbeitsschutz mit Methode - zahlt sich aus

Mit diesem Slogan warb das GDA-Arbeitsprogramm Organisation für eine bessere betriebliche Arbeitsschutzorganisation. Je besser der Arbeitsschutz in die alltäglichen Prozesse und Entscheidungen der Betriebe integriert ist, umso wirksamer ist er. GDA Orga unterstützte Betriebe dabei, die Organisation des betrieblichen Arbeitsschutzes zu betrachten und zu verbessern. Zwei Bereiche standen dabei im Fokus:

  • die Gefährdungsbeurteilung als zentrales Instrument des Arbeitsschutzes
  • die verbesserte Integration von Fragen der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes in betriebliche Abläufe und Entscheidungen

 

Praxishilfen für Unternehmen

Symbol GDA ORGAcheck

Hilfestellung dabei bietet der GDA-ORGAcheck, der insbesondere auf die organisatorischen Erfordernisse in kleinen und mittleren Unternehmen ausgerichtet ist.
(© GDA Orga)

Mit diesem Check haben Betriebe ein übersichtliches Instrument zur einfachen und selbständigen Überprüfung und Verbesserung des Arbeitsschutzes zur Verfügung.

Grafische Darstellung Gefährdungsbeurteilung

Für Schulungen und Unterweisungen im Betrieb können verschiedene Videos eingesetzt werden. Sie erläutern kurz und prägnant spezifische Fragestellungen.
(© GDA Orga)

Auf dem GDA-Orga-Portal werden der ORGAcheck, die Videos und weitere Praxishilfen kostenfrei zur Verfügung gestellt.

Umsetzung des Arbeitsprogramms in Sachsen

In Sachsen arbeiteten die staatlichen Arbeitsschutzbehörden und die Unfallversicherungsträger gemeinsam und abgestimmt an der Umsetzung des Arbeitsprogramms. Hierzu unterzeichneten im April 2014 das SMWA und die Gemeinsame Landesbezogene Stelle  der Unfallversicherungsträger für Sachsen die Umsetzungsvereinbarung. Schwerpunktartig wurden die Branchen Schlachtereien, Säge-, Hobel- und Holzimprägnierwerke, Metallerzeugung und –bearbeitung, ausgewählte Betriebe des Tiefbaus, Abbrucharbeiten sowie vorbereitende Baustellenarbeiten ausgewählt.

Im Jahr 2015 überprüften die Arbeitsschutzbehörden die Arbeitsschutzorganisation und die Durchführung der Gefährdungsbeurteilung in 403 Betrieben dieser Branchen.

Weiterführende Information

Die Einführung eines Arbeitsschutz-Management-Systems (AMS) ist eine der Möglichkeiten, den betrieblichen Arbeitsschutz zu gestalten und die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen sicher zu stellen.

Der Freistaat Sachsen unterstützt und fördert die Einführung des AMS „OHRIS“ (Occupational Health- and Risk-Managementsystem), ein international anerkanntes und zertifizierbares System.

Das Arbeitsschutz-Management-System OHRIS

Publikationen