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Einführung des digitalen Fahrtenschreibers in Sachsen

Gesetzliche Grundlagen

Die Bundesregierung hat die Einführung der Fahrtenschreiberkarten mit der Verordnung zur Durchführung des Gesetzes über die mit der Einführung des digitalen Kontrollge­rätes zur Kontrolle der Lenk- und Ruhezeiten erforderlichen Begleitregelungen vom 27. Juni 2005 geregelt. Die Verordnung ist im Bundesgesetzblatt Nr. 40 vom 1. Juli 2005 bekannt gegeben worden.

Die DEKRA-Automobil GmbH und die TÜV Süd Auto Service GmbH wurden im Jahr 2005 mit der Aufgabe der Erteilung von Fahrer-, Unternehmens- und Werkstattkarten für die digitalen Fahrtenschreiber im Freistaat Sachsen beliehen.

TÜV und DEKRA übernehmen die Verwaltungsaufgaben von der Entgegennahme und Bearbeitung des Antrages bis zur Ausgabe der Fahrtenschreiberkarten, die Abrechnung der Gebühren mit den Antragstellern sowie die Abrechnung der Kosten für Fremdleistungen Dritter.

Einführungstermin

Nutzfahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 3,5 Tonnen sowie Busse mit mehr als neun Sitzplätzen, die ab 1. Mai 2006 erstmals in Verkehr gebracht wurden, sind mit einem digitalen Fahrtenschreiber auszustatten.

Ab dem 15.06.2019 werden gemäß Verordnung (EU) Nr. 799/2016 ausschließlich so genannte „Fahrtenschreiber der zweiten Generation“ in erstmals zugelassene Fahrzeuge eingebaut und Fahrtenschreiberkarten der 2. Generation ausgestellt.

Aufgabe und Zweck des digitalen Fahrtenschreiber

Aufgabe des Fahrtenschreiber ist das Aufzeichnen, Speichern, Anzeigen, Ausdrucken und Ausgeben von tätigkeitsbezogenen Daten des Fahrers. Es besteht aus einer Fahrzeugeinheit, einem Weg- bzw. Geschwindigkeitsgeber und Verbindungskabeln. Der digitale Fahrtenschreiber zeichnet die Lenk- und Ruhezeiten auf, erschwert Manipu­lationen, die zu Lasten der allgemeinen Verkehrssicherheit gehen, und erleichtert Kontrollen.

Antragsverfahren


Fahrtenschreiberkarten können bei folgenden Ausgabestellen in Sachsen bestellt werden. Vordrucke für die Antragstellung einschließlich aller Bearbeitungshinweise können dort kostenfrei abgeholt oder von den folgenden Homepages von DEKRA und TÜV heruntergeladen werden:

Mit dem ausgefüllten und unterzeichneten Antragsvordruck für die Fahrerkarte sind folgende Unterlagen vorzulegen (für die Unternehmens- und Werkstattkarte gelten teilweise andere Voraussetzungen, über welche die Ausgabestelle informiert):

  • Lichtbild
  • EU-Kartenführerschein, Europäische Fahrerlaubnis
  • Personalausweis oder Pass in Verbindung mit der Meldebestätigung

Anträge können auch per Post oder E-Mail gestellt werden. In diesem Fall sind Ko­pien der erforderlichen Unterlagen in Papierform oder als Datei beizufügen.

Anträge auf Erteilung von Fahrtenschreiberkarten werden in höchstens 20 Tagen bear­beitet. Jede personalisierte Fahrtenschreiberkarte wird mit einem Informationsblatt des Kraftfahrtbundesamtes ausgegeben.

Die Fahrer- und die Unternehmenskarte sind alle fünf Jahre, die Werkstattkarte ist jedes Jahr neu zu beantragen.